Ehrenmitglieder

Prof. Sidney Parnes ( † 2013)

Ernennung | 2003 in Mainz

Sidney J. Parnes (5. Januar 1922 – 19. August 2013) war ein amerikanischer Akademiker, Professor am Buffalo State College (in Buffalo, New York) und Mitbegründer des International Center for Studies in Creativity. Das Zentrum ist im Buffalo State College untergebracht, einem der wenigen Orte auf der Welt, die einen Master of Science in Kreativität anbieten.

Der Fachbereich bietet jetzt auch eine Fernstudienversion des Abschlusses für Studenten auf der ganzen Welt sowie ein Nebenfach für Studenten in kreativen Studien an. Parnes war ein lebenslanger Treuhänder der Creative Education Foundation (CEF). Er trat der CEF 1955 bei, um bei der Entwicklung eines umfassenden Bildungsprogramms für das Creative Problem Solving Institute mitzuwirken, der weltweit am längsten bestehenden internationalen Kreativitätskonferenz.

1966 starb der Gründer der CEF, Alex Osborn, und überließ Parnes die Leitung der Stiftung. Parnes und Alex Osborn entwickelten den Creative Problem Solving Process (CPS), eine strukturierte Methode zur Entwicklung von Problemlösungen, die jährlich am International Center for Studies in Creativity, am Creative Problem Solving Institute und auf der CREA-Konferenz in Europa gelehrt wird.

Quelle: wikipedia

Prof. Heinz Hoffmann ( † 1999)

Ernennung | posthum 2004 in Schifferstadt)

Der Sohn des Leiters der Schifferstadter Gemeindesparkasse Theobald Hoffmann („Dewald“) erwarb sein Abitur und wurde zu Arbeits- und Militärdienst einberufen. Nach Kriegsende konnte er sein Medizinstudium an der Universität Mainz beginnen, um dieses ab 1949 in den USA fortzusetzen, wo er zusätzlich ein Ingenieurstudium anschloss.

Bei Reeves Instrument Corporation auf Long Island war er zunächst als Konstrukteur eingestellt und gleichzeitig für die Mitarbeit im Apollo-Weltraumprogramm verpflichtet; später wurde er zum technischen Vorstand des Unternehmens berufen. Als Mitglied der Republikaner war er auch politisch aktiv.

Im Alter von 45 Jahren studierte und promovierte Hoffmann in Erziehungswissenschaften und erhielt anschließend einen Lehrstuhl an der privaten Sarasota-Universität. Seine amerikanischen Erfahrungen in der Wertanalyse und der Kreativität lehrte er nicht nur an der Universität, sondern machte diese auch der deutschen Industrie bereits in den 1970er Jahren zugänglich. Er war 15 Jahre Berater des VDI-Arbeitskreises „Value Management“.

Quelle: Wikipedia

Prof. Horst Geschka

Ernennung | 2008 in Darmstadt

Horst Geschka studierte an der TH Darmstadt Wirtschaftsingenieurwesen Fachrichtung Maschinenbau. Nach seinem Studium war er von 1963 bis 1969 als wissenschaftlicher Assistent an betriebswirtschaftlichen Lehrstühlen der TH Darmstadt und der Universität Marburg tätig. In Marburg wurde er 1969 zum Dr. rer. pol. promoviert. Von 1969 bis 1983 war er am Battelle-Institut in Frankfurt/Main und in Columbus/Ohio tätig. Hier flossen zahlreiche Managementideen aus den USA und Europa zusammen. Geschka hat vieles davon systematisiert und in die deutsche Management-Literatur eingebracht. Er baute in Frankfurt eine Abteilung für Innovationsplanung auf. 1971/72 führte er mit einigen Mitarbeitern eine grundlegende experimentelle Untersuchung über Kreativitätstechniken durch, was ihn zu einem der Pioniere auf diesem Gebiet in Deutschland machte. Ziele der Studie waren: alle Kreativitätstechniken weltweit zusammenzutragen, sie nach ihren Wirkprinzipien zu untersuchen, zu testen und aus den Erkenntnissen der Experimental-Sitzungen diejenige Parameter zu ermitteln, die Qualität und Fülle der von den Ideenfindungs-Teams produzierten Ideen beeinflussten. Das führte zu Methodenverbesserungen und -neuentwicklungen, u. a. entstanden die Karten-Umlauftechnik und mehrere Techniken der Schöpferischen Konfrontation, z. B. die Reizwortanalyse und das Bildmappen-Brainwriting. Außerdem entwickelte er mit seinem Team die Szenariotechnik und weitere Methoden des Innovationsmanagements. 1972 begann er mit dem ersten Seminar über Kreativitätstechniken. Seminare über weitere Methoden im Innovationsprozess folgten. Daraus entwickelte sich ein Trainingsprogramm, in dem Schulungen in den Methoden des Innovationsmanagements angeboten wurden und das er und seine Mitarbeiter zum Arbeitsgebiet „Battelle Management Seminare“ ausbauten. Seit seiner Battelle-Zeit organisierte er daneben rund 200 „DIFI-Tagungen“ (DIFI – Forum für Innovationsmanagement) zu den Themen Forschung, Entwicklung und Innovation. 1984 verließ Geschka das Battelle-Institut und gründete die Unternehmensberatung Dr. Horst Geschka (heute Geschka & Partner Unternehmensberatung) mit Schwerpunkt im Innovationsmanagement. Hier schied er aus Altersgründen 2022 aus. Horst Geschka erhielt eine Reihe von Lehraufträgen an der TH Darmstadt, 1969 zunächst als Lehrbeauftragter, ab 1992 als Honorarprofessor. Im Jahr 2003 übernahm er die auf fünf Jahre befristete „Dr.-Otto-Röhm-Stiftungsprofessur für Unternehmensgründung“ an der TU Darmstadt. Im September 2008 schied er aus der Universität aus. 2009 wurde Geschka Hochschullehrer an der Wilhelm Büchner Hochschule für Fernstudien. In den 1990er Jahren entstand der „Darmstädter Kreis – Initiative für Kreativität“, den Geschka leitete und der sich mehrmals jährlich in Geschkas Büro-Räumen traf. 1998 wurde der Darmstädter Kreis in die Gesellschaft für Kreativität e. V. überführt, 2015 in die Deutsche Gesellschaft für Kreativität e.V.; Geschka gehörte seit der Gründung dem Vorstand an, davon mehrere Jahre als Vorsitzender. Er erhielt die Auszeichnung „Pionier der Kreativität“ 1993 wurde er zum Ehrenmitglied der European Association for Creativity and Innovation (EACI) ernannt. Geschka ist langjähriges Mitglied im Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure, 14 Jahre lang im Vorstand, davon acht Jahre als Präsident. Von 2001 bis 2020 war er Mitglied des Kuratoriums des Fraunhofer-Instituts für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen FhG-INT. Geschka veröffentlichte etwa 160 Aufsätze und 15 Bücher teilweise als Co-Autor. Geschka war ab 1995 Herausgeber der Buchreihe Innovations- und Technologiemanagement des Springer-Verlags (Berlin/Heidelberg).

Quelle: Wikipedia